Rezension
Ihre Liebe zum Jazz entdeckte die Tochter einer japanischen Mutter und eines amerikanischen Vaters schon früh. Als sie dann am renommierten Berklee College of Music in Boston vorsang, bot man ihr sofort ein Stipendium an – sie schlug es aus, weil sie ihre Heimat in Washington dann doch nicht verlassen wollte. 2002 nahm sie ein selbstverlegtes Album auf; das gelangte dann wohl David Chesky zu Ohren – der sich in die erstaunliche, sanfte Altstimme umgehend verliebte und 2005 dann dieses Album mit Joyce aufnahm, das umgehend zum audiophilen Klassiker wurde (zwei Jahre später gab es noch einen Nachfolger). Pianist Andy Ezrim sorgte für die maßgeschneiderten Arrangements dieser 13 Standards aus Jazz und Pop (u.a. "Blue In Green", "Fever", "Everytime We Say Goodbye", "Little Wing", "Weaver Of Dreams", "Golden Slumbers"). Schleierhaft bleibt, warum man von dieser unter die Haut gehenden Stimme seit 2007 nichts mehr gehört hat… (2005/2026)




