Rezension
Natürlich macht Josh Homme nicht plötzlich Kuschelrock, aber das neunte Studiowerk seiner Queens Of The Stone Age ist das vergleichsweise zarteste bislang, auch das sicherlich privateste – so nah hat Homme seine Hörer noch nie an sich herankommen lassen. Es ist dabei nicht nur sein spürbar weicherer Gesang – es zeigt sich dabei auch, wie gut diese nun seit 2013 stabil besetzte Band mit Gitarrist Troy Van Leeuwen, Keyboarder Dean Fertita, Bassist Michael Shuman und Drummer Jon Theodore inzwischen ist, denn die Stimmungen in Hommes Songs werden durchweg ideal umgesetzt. Dabei geht es in diesen Songs oft um das Nicht-Perfekte, um menschliche Fehler und Narben auf der Seele, die aber (wie in der japanischen Kintsugi-Kunst) durchaus offen liegen dürfen, weil sie wesentlich zur Identität gehören. Mehr denn je fällt auch auf, daß Homme wirklich ein Album-Künstler alter Schule ist: Jeder Song scheint an der richtigen Stelle zu stehen, eine andere Reihenfolge ist schwer vorstellbar. In seiner überwiegend heruntergedimmten Stimmung mag "Perfecth" nicht das Album sein, das die meisten Fans erwartet hätten – zu den besten der Band zählt es dennoch. (2026)






