Rezension
Die irgendwie vor sich hin rollenden Songs mit halb gesprochenen, halb gesungenen Texten, die manchmal so assoziativ wirken, als seien sie aus dem Stehgreif improvisiert, die allgemeine Schluffigkeit: Zumindest auf Doppelalbumlänge müßte das eigentlich langweilen, aber natürlich tut es das nicht, und weil man Kurt Vile ja inzwischen gut kennt, wundert es einen nicht mehr, obwohl man immer noch keine stichhaltige Erklärung für das Phänomen hat. Natürlich, da ist das zwar nie zur Schau gestellte, aber doch unüberhörbare Picking-Talent auf akustischen wie elektrischen Gitarren, aber das alleine würde sicherlich nicht reichen, das können andere schließlich auch. Aber Vile schafft es immer wieder, den Hörer tief in seine Tagträume zu ziehen, er ist der große Hypnotiseur unter den Slackern. Und man läßt sich nur allzu gerne mit ihm treiben. (2026)






