Rezension
Das erste Album ("A Silent Perspective", 1991), das unter dem Namen des Schweizer Pianisten erschien, war ein reines Solo-Album. Dann gab es noch "Isorhythms", doch auch dies ist über 20 Jahre her. Nun also kehrt Stiefel zum Ursprung, zur Quelle zurück – mit einem zutiefst introspektivem Album, bei dem man, wenn man will, Spuren von Satie, auch von Jarrett oder Corea finden kann – das aber vor allem einen Musiker zeigt, der ganz bei sich ist, mit dem Klavier verschmilzt und darüber seine ureigenen Gedanken kommuniziert – ohne ein Wort zu viel zu verlieren. Nur ein einziges Stück ist von fremder Hand: Horace Silvers "Peace" beendet das Album, es ist das ideale Schlußwort. (2026)






