Rezension
Nicht, daß man das Debüt als mißlungen bezeichnen könnte, gewiß nicht. Aber wenig darauf bereitete auf das vor, was die Band mit ihrem zweiten Album aus dem Hut zauberte. Der Opener "Vas Dis" mit seinem pumpenden Jazz-Bass, Scat-Gesang und grandioser Twin-Gitarren-Magie ist ein höchst originärer Prog Rock-Entwurf ohne nervenden Bombast, das folgende "The Pilgrim" vielleicht noch mehr. "Jail Bait" greift noch einmal den Boogie-Rock des Debüts auf, aber ein Level höher (mindestens). Auf den Instrumentals "Alone" und "Lullaby" zeigt die Band ihre melodiöse Seite (und die Gitarristen Andy Powell und Ted Turner ihren Sinn für Kontrapunktik); "Valediction" führt auf Folk Rock-Terrain (mit beachtlichem Harmoniegesang). Beschlossen wird das in jeder Hinsicht meisterliche Album von einem Eindruck der Livequalitäten der Band: Das über zehnminütige "Where Were You Tomorrow" wurde auf einem Konzert in Leicester vom Juni '71 mitgeschnitten. (1971/2026)






