Rezension
Ein erwartungsgemäß hochspannendes Trio, bestehend aus dem legendären britischen Gitarren-Avantgardisten Fred Frith (77) sowie den knapp eine Generation jüngeren Brüdern Johannes Tonio (ebenfalls Gitarre) und Cornelius Claudio (Klavier) Kreusch, beide auch schon seit Jahrzehnten Teil der internationalen Szene. Mit teils präparierten Instrumenten und sicherlich einer Menge Effektgeräten, die aber niemals zum Selbstzweck geraten, ziehen die drei Grenzen ignorierenden Meistermusiker Soundwelten auf, die weit über das hinausgehen, was man an Klängen mit ihren Instrumenten verbindet. Melodien sind dabei zweitrangig (nicht, daß es keine gäbe!), Klang ist alles. Viele Passagen kann man dabei durchaus als meditativ bezeichnen (überhaupt ist das Album alles andere als unzugänglich); langweilig allerdings wird es in diesen immerhin über 80 Minuten niemals. (2026)






