Blancmange

Private View

Label/AN:  London Recordings, LMS5521737
Format:  LP

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Rezension

Neil Arthurs Kreativitätsfluß reißt nicht ab. Der Synth-Pop-Pionier, seit Stephen Luscombes gesundheitsbedingtem Ausstieg einziges permanentes Blancmange-Mitglied, veröffentlicht nicht nur konsequent mindestens ein Album pro Jahr (gerne zwischendrin auch mal ein zusätzliches Instrumentalwerk, von Nebenprojekten ganz abgesehen), er sorgt auch dafür, daß die 2011 wieder aufgenommene Diskographie spannend bleibt. Unter anderem durch die Wahl seiner musikalischen Partner – in diesem Falle etwa David Rhodes, Peter Gabriels langjähriger Weggefährte und Gitarrist. Kein Unbekannter natürlich für Arthur, zu hören war er schon auf dem 1982er Debüt, aber diesmal spielt er in mehreren Songs eine Hauptrolle, grandios etwa in “Some Times These”. Zudem schrieb Arthur einige der besten Songs seiner Diskographie. “Take Me” sei unbedingt genannt, wahrscheinlich einer der beeindruckendsten Songs (auch textlich!), die je über das Phänomen “Beziehung” geschrieben worden sind. Inhalt ist überhaupt ein Stichwort: Arthurs Texte über persönliche Ängste, über die Orientierung in einer immer komplizierter und absurder werdenden Welt sind mindestens so gut wie die Songs selbst, die mit kühler und nervöser Atmosphäre die Worte spiegeln. Das Spill Magazine erklärte “Private View” kurzerhand zum besten Blancmange-Album überhaupt – gut möglich, daß das stimmt. (2022)