Rezension
Es ist die Glanzzeit des britischen Folk Rock, die die Australierin auf ihrem fünften Album beschwört. Es dauert nur Sekunden, bis man an Sandy Denny, Vashti Bunyan und Jacqui McShee denkt, und nicht nur der Opener "Motherland" könnte beinahe ein verschollenes Pentangle-Outtake sein. Denn dieser zwölf-Song-Zyklus lebt nicht nur von Seniors bezaubernder Stimme, sondern auch von den so zarten wie liebevoll-detaillierten Arrangements, umgesetzt von ihrer Band um ihren langjährigen musikalischen Partner, Multiinstrumentalist Jesse Williams. Brit Folk-Puristen werden sich hoffentlich nicht abwenden, wenn angelegentlich auch etwas West Coast/Laurel Canyon-Feeling aufkommt: War bei Fairport schließlich auch so. Und paßte damals schon gut zusammen. Ein echtes Kleinod von einem Album. (2026)






