Rezension
Gründer und Chef des Edition Labels, dazu die aktive Musiker-Tätigkeit als Teil von Slowly Rolling Camera: Viel Luft bleibt da vermutlich nicht, und somit erstaunt es kaum, daß David Stapletons letztes Soloalbum 14 Jahre zurückliegt. "Quiet Fire" ist ein verblüffendes Amalgam aus elektronischen und analogen Sounds, das unter anderem beweist: Synthesizer und der charakteristische Klang eines Fender Rhodes-Pianos sind kein Entweder-Oder, das funktioniert sehr gut zusammen. Und die Beats und Grooves sind zwar der elektronischen Clubmusik entliehen, aber konsequent handgemacht von Bassist Jon Goode und Drummer Elliot Bennett, letzterer auch bei SRC Stapletons Partner. Gelegentlich kommen noch Gastbläser hinzu, Nils Petter Molvaer steuert etwa ein edles Trompetensolo in "What's Next" bei; Saxophonistin Olga Amelchenko tritt in "Music For Evolution" auf. Vor allem aber kreiert Stapleton durch das Zusammenspiel seiner beiden Instrumente immer wieder erstaunliche Klangfarben und Stimmungen… Gelb-Orange geflammtes Vinyl. (2026)






