Rezension
Wie schon der Vorgänger "Mass In F Minor" sollte dieses Album eigentlich unter "A" wie David Axelrod einsortiert werden, denn um dessen Musik handelt es sich hier, und die Band, die knapp zwei Jahre zuvor "I Had Too Much To Dream Last Night" aufgenommen hatte, existierte längst nicht mehr. Ihre Namensrechte lagen aber beim Manager David Hassinger, und der verwendete den Moniker munter weiter. Miese Machenschaften – aber ein fulminantes Album, tatsächlich weit besser als der Vorgänger: "Release Of An Oath" ist einer der ersten Fälle, in denen die Verschmelzung von (psychedelischem) Rock und klassischen Instrumenten wirklich funktioniert. Axelrods Komposition (die sieben Songs ergeben im Grunde eine Suite) hat Substanz und reizt das Pathos-Element nicht aus; die Streicher und Holzbläser verstehen sich ausgezeichnet mit verzerrter Gitarre und Orgel, und die Rhythmussektion ist überragend – was kein Wunder ist, besteht sie doch aus der genialen Session-Bassistin Carol Kaye und Earl Palmer, dem Drummer, der mit seinen schon fast 20 Jahren zurückliegenden Aufnahmen für Fats Domino quasi den Rock'n'Roll erfunden hatte! (1968/2026)






