Rezension
Bedingt vor allem wohl durch die Solokarrieren der diversen Bandmitglieder (insbesondere Leslie Feist und Kevin Drew) werden die Abstände zwischen den Alben immer größer; wenn man eine Regel ableiten kann, wird mit dem nächsten BSS-Werk wohl nicht vor Ende der 2030er zu rechnen sein. Immerhin, dafür sind alle bisherigen Alben, das aktuelle eingeschlossen, echte Indie Rock-Sternstunden. Diesmal ist Produzent David Newfeld wieder mit dabei, und die Magie der frühen Meisterwerke "You Forgot In People" (2002) und dessen selbstbetitelten 2005er Nachfolger stellt sich unmittelbar wieder ein: Einzigartig, wie Newfeld es schafft, diese ja durchaus sehr komplexen und vielschichtigen Songs letztendlich doch intim klingen zu lassen – wie US-Kritiker Ryan Reed es formulierte, "Like a symphony orchestra playing in your bedroom". So wirken die Songs auch beim ersten Hören unmittelbar. Um allerdings die Größe dieses sechsten Albums aber wirklich zu erfassen, all diese kleinen Details zu entdecken – dafür wird man Jahre benötigen. Aber vermutlich wird die Band uns ja Zeit lassen bis zum nächsten Album… (2026)




