Rezension
Nicht "Eleganz", "Anmut" wäre der richtige Begriff, um Giulinis 1979er Aufnahme des Mozart-Requiems zu beschreiben. Natürlich gibt es, gerade in jüngerer Zeit, deutlich effektvollere Aufnahmen, mit rasanteren Tempi, schärferer Dynamik. Giulinis Mozart fließt. Und macht dabei die sagenhafte Schönheit dieses letzten Mozart-Werkes erlebbar. Die Performance der Solisten, des Chors (seit 1975 von dem großen Wiener Chorleiter Norbert Balatsch geführt) und des Orchesters ist schlechterdings perfekt, nichts verstellt den Blick auf Mozarts wunderbare Melodieführung. Unter den "traditionellen" Aufnahmen (also jenen aus der klassisch-romantischen Orchestertradition im Gegensatz zur Originalklang-Schule) findet man kaum eine bessere. Die noch dazu von der Akustik der Kingsway Hall und der wie üblich hervorragenden Leistung des berühmten "Christopher"-Teams (Parker und Bishop) der britischen EMI profitiert. (1979/2026)






