Rezension
Sträflich unterschätzt sind die beiden Messengers-Alben auf dem Limelight-Label vor allem deswegen, weil sie kaum einer kennt. Auf diesem ersten hört man eine ziemlich außergewöhnliche Besetzung: Lee Morgan (von ihm stammt u.a. der grandiose Titeltrack) kehrte noch einmal zur Band zurück; Curtis Fuller hielt noch die Stellung an der Posaune. Für den von Miles Davis abgeworbenen Wayne Shorter aber holte Blakey, man höre und staune, ausgerechnet den Sun Ra-Saxophonisten John Gilmore, und der brachte auch gleich noch die Arkestra-Kollegen Victor Sproles (Bass) und John Hicks (Klavier) mit. Natürlich findet hier trotzdem kein Space-Free Jazz statt, die drei wußten ja, worauf sie sich einließen – und spielen Deluxe-Hard Bop, als hätten sie nie etwas anderes getan. Vor allem Gilmore und Morgan verstehen sich ausgezeichnet. Neben dem Trompeter brachte sich hier vor allem Hicks auch als Komponist ein, seine beiden Stücke "Waltz For Ruth" und die Ballade "Olympia" zählen zu den Glanzlichtern dieses Mitte November 1964 in Los Angeles aufgenommenen Albums! (1965/2026)






