Rezension
Aus der 2007 begonnenen S.O.S.-Reihe ist mittlerweile eine echte Parallel-Diskographie geworden – und dem Hauptstamm gewiß nicht unterlegen! Diesmal hat sich der rotbärtige Soulman aus Louisiana also den 1950ern gewidmet, und da gibt es natürlich Songperlen zu Hauf, die wie geschaffen sind für ihn. Es gibt schon genug Versionen von "Unchained Melody"? Wer Broussards Version gehört hat, wird dem vehement widersprechen. Ob Sam Cooke, Ray Charles, Fats Domino, Little Richard oder Aaron Neville, ob Soul-Ballade oder Rock'n'Roll (der hier natürlich auch immer mit Bayou-Färbung kommt): Keine Song-Diskographie, für die Broussards Aufnahme nicht mindestens eine gute Ergänzung, wenn nicht ein neues Glanzlicht wäre. Ein besonders schönes Detail: Für seine Version von Bruce Channels' "Hey Baby" holte sich Broussard den 85jährigen Harmonica-Meister Delbert McClinton. Der hatte auch die Harp in der Originalversion geblasen… (2026)





