Rezension
Es ergibt Sinn, daß die Namen aller Bandmitglieder auf dem Front-Cover zu lesen sind: Dies ist ausdrücklich Ensemble-Musik! Vor allem ist es die Kommunikation zwischen dem Gitarristen und John Medeski an Klavier und (überwiegend) B-3, die im Zentrum steht. Die Kombination Orgel-Gitarre hat ja Tradition, man denkt sofort an Jimmy Smith und Kenny Burrell oder Grant Green und Larry Young – doch dies ist kein Soul Jazz, hier werden ganz andere Wege begangen. Daß Lage bekanntermaßen – und auch hier – ein großer Melodiker ist und seine Musik daher unmittelbar eingängig, ändert nichts daran, daß dieses Album als avantgardistisch bezeichnet werden kann – denn was man hört, mag vertraut wirken; es ist doch neu! Dieser Jazz-Entwurf speist sich aus vielen Quellen, (Post) Bop und Blues sind darunter, aber auch Pop und Folk. Und das Miteinander der der beiden Hauptsolisten sorgt immer wieder für Gänsehaut-Momente… Nicht übergangen werden dürfen Bassist Jorge Roeder und Drummer Kenny Wollesen, sind es doch ihre subtilen Grooves, die diesen neun Tracks diesen ganz besonderen Schimmer verleihen…! (2026)






