Rezension
Der Blick in den Sonnenuntergang; die Tatsache, daß dieses Album nicht wie alle seine LPs seit 1995 nicht im Mai, sondern Ende September, im Herbst also, erscheint; die Allgegenwart von Abschluß und Tod in den Texten; auch, daß erstmals wirklich nur Reinhard Mey allein mit seiner Gitarre auf einem Studioalbum zu hören ist: Es deutet Vieles darauf hin, daß der 83jährige mit dem 30. Album in doppelt so vielen Jahren sein Lebenswerk abschließen will. Der Tonfall ist dennoch nicht durchweg ernst, der Humor ist dem Liedermacher-Veteran noch lange nicht ausgegangen. Und vielleicht interpretiert man ja auch viel zu viel in die Zeichen hinein. Für den Moment nehmen wir es vielleicht einfach als ein neues Reinhard Mey-Album. Es ist ein besonders schönes. (2026)




