Rezension
Formwandler werden in der Science Fiction-Literatur gerne als im "entspannten", also natürlichen Zustand quecksilbrige Masse dargestellt, was durchaus kein unpassendes Bild für das zweite Album des schwedischen Kontrabassisten als Leader ist. Die stilistische Bandbreite der acht Eigenkompositionen ist weit, doch allen gemein ist dieser angenehm weiche, elegante Flow. Das Kernquartett besteht neben Henriksson aus dessen langjährigem musikalischen Partner Rasmus Sørensen am Klavier, Drummer Jonas Bäckmann und Tenorsaxophonist Karl-Martin Almqvist, dessen biegsamer Ton wesentlich zum Charakter des Albums beiträgt; dazu kommen bei Bedarf noch Gitarrist Pelle von Bülow und Rasmus Hohn an Posaune oder Bassposaune. Viele der Stücke schleichen sich sozusagen von hinten an – "Monkurt" (mit einem grandiosen Solo von von Bülow) ist da symptomatisch: Alles wirkt so leicht und selbstverständlich, daß man zunächst gar nicht bemerkt, wie raffiniert die Komposition angelegt ist. Generell läßt sich feststellen, daß Henriksson, für einen Bassisten nicht selbstverständlich, nicht zuletzt ein genialer Melodiker ist… (2026)






