Rezension
Sie stammen aus derselben Generation (der Trompeter ist Jahrgang 1982, die Gitarristin zwei Jahre älter), zählen beide zu den derzeit wichtigsten gestalterischen Kräften des amerikanischen Jazz und verfolgen ihre Musik gegenseitig schon lange; es gab auch schon mehrere Anläufe für ein gemeinsames Album. Anfang 2025 hatte es dann endlich geklappt. Die beiden trafen sich zum Proben in Halvorsons Apartment in Brooklyn, komponierten jeder vier Stücke und eines gemeinsam, gaben im New Yorker Club The Stone ein Konzert und nahmen am Folgetag das Album auf. Welches den Hörer mit der lyrischen Meditation "Prelude In The Ash" erstmal sanft bei der Hand nimmt – danach aber kann es durchaus zur Sache gehen. Für Halvorson gehört das Loop-Pedal zum selbstverständlichen Handwerkszeug, sie schenkte Akinmusire (der noch nie eines benutzt hatte) eines zu Beginn der Sessions – was der dann damit anstellte, erstaunte sie selbst. Die elektronischen Effekte werden allerdings (selbstverständlich eigentlich, bei solchen Musikern) nicht als Gimmicks eingesetzt, sondern stehen im Dienst der jeweiligen Komposition. Ein hochspannendes Album für offene Ohren! (2026)





