Rezension
Es ist zwar bereits das vierte Album des 2014 begonnen zweiten Kapitels der Bandgeschichte, aber es ist dasjenige, das am ehesten den nach "1965" (1998) fallengelassenen Faden aufnimmt: Weniger Muskelspiel, mehr Soul! Greg Dullis Stimme kommt das natürlich sehr entgegen. Und wir sprechen hier auch nicht von weniger Energie: Es ist nur eher ein inneres Glühen als ein äußeres Brennen. Mit ca. 37 Minuten ist das Album zwar kurz, aber dafür enthält es auch keinerlei Füllmaterial; jeder Song ist ein Juwel mit reichlich besagtem inneren Feuer. Es gibt Mellotron, Klavier, Streicher und Bläser, aber alles sehr gezielt und punktuell eingesetzt; auch Gäste wie Bo Koster von My Morning Jacket oder Petra Haden sorgen für Akzente (grandios etwa die Einsätze von Posaunist Charlie Halloran!). Keines der Post-Reunion-Alben war schwach, aber mit diesem knüpft die Band an ihre Glanzzeit in den 90ern an – und zeigt obendrein, welches Potential noch in ihr steckt! (2026)






