Rezension
Der Bassist sieht (auch, wenn er spielt) mehr wie ein Punkrocker aus als wie ein Jazzmusiker. Das hindert ihn aber nicht daran, auf seinem ersten Soloalbum vor allem die Eignung des Kontrabasses als Melodieinstrument herauszustellen. Ganz allein ist er übrigens nicht, es gibt einige Gastauftritte, etwa von der Experimental-Harfenistin Marysia Osu, Perkussionist Józef Ruzinowski, dem Elektroniker Wojtek Urbansi oder Sängerin Matylda Sokolowska. Doch es ist stets der Bass, der im Fokus steht. Was die stilistische und emotionale Vielfalt dieses Albums umso bemerkenswerter macht: Da ist lyrischer Folk, wabernde Psychedelia, definitiv auch sehr rockige Momente – und irgendwie ist es doch alles Jazz, wenn man bereit ist, den Begriff weit genug zu fassen. Fraglos eines der spannendsten Kontrabass-Alben der jüngeren Geschichte – und ganz nebenbei auch ein echter High End-Geheimtip! (2025)






