Brandee Younger

Somewhere Different

Label/AN:  Impulse!, 3810934
Format:  LP 180g

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Rezension

Ein mehr als überfälliges Major-Label-Debüt: Die 38jährige New Yorkerin ist die derzeit wohl bedeutendste Harfenistin im Jazz – wo bei sie nicht nur mit Kollegen wie Pharoah Sanders, Jack DeJohnette, Charlie Haden, Ravi Coltrane oder Reggie Workman gearbeitet hat, sondern auch auf Produktionen von etwa Lauryn Hill, Drake, Common, The Roots oder John Legend zu hören ist. Ihre musikalische Offenheit prägt auch “Somewhere Different”: Mit seinen Soul-, Funk-, R’n’B- und Hiphop-Anteilen klingt das Album wie ein Update des Deep Jazz der frühen 70er. Und ist somit auch Ausdruck eines dezidiert afroamerikanischen Selbstbewußtseins, was sich nicht nur in einem Songtitel wie “Beautiful Is Black” manifestiert (auf der traumhaft schönen Ballade kann man übrigens den 84jährigen Ron Carter am Kontrabass hören, einer von zwei Gastauftritten des legendären Musikers). Younger nutzt die Möglichkeiten des im Jazz immer noch exotischen Instruments genialisch aus und beschränkt sich dabei keinesfalls nur auf dessen sprichwörtliche Klangschönheit. Wobei es tatsächlich die zarten Momente sind, die auf diesem Album besonders bestechen: Weil sie bei Younger niemals etwas Kitschiges an sich haben, sondern tiefe Spiritualität ausstrahlen. (2021)