Rezension
Zehn Jahre nach dem Grammy-prämierten "Sylva" wiederholt das US-Jazz-Kollektiv die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Orchester – warum auch nicht, schließlich gehen die Möglichkeiten einer Kombination von Big Band und Symphonieorchester geradezu ins Unendliche und sind nach einem einzigen Album kaum ansatzweise erschöpft. Daß es hier um das Thema Traum gehen soll, legt den Verdacht nahe, daß Michael League und seine Freunde einen unruhigen Schlaf haben – denn zum Entspannen ist auch dieses Album wenig geeignet. Der Groove ist allgegenwärtig, der Klangfarbenreichtum überwältigend, die Raffinesse der Arrangements mit bis zu 75 Musikern schwindelerregend, selbst in den ruhigen Momenten von "Between Worlds" oder "Drift" bleibt eine fortwährende Grundspannung: Wer solche Träume hat, braucht keinen Fernseher…! (2025)






