Rezension
Finn Peters, Saxophonist, Flötist, Komponist und Arrangeur, hat zwar auch eine kleine eigene Diskographie vorzuweisen, ist aber vor allem als Sideman und Sessionmusiker tätig, für solch unterschiedliche Künstler wie Matthew Herbert, Dizzy Rascal, Zero 7 oder The Brand New Heavies. Seine Mitwirkung auf dem Night Dreamers-Album von Dub-Legende Scientist ließ den Wunsch aufkeimen, in dem Haarlemer Direktschnitt-Studio selbst ein Album aufzunehmen – mit der Musik, die er am meisten liebt, nämlich dem Deep Jazz der späten 1960er und frühen 70er, wie er etwa auf dem Artist-Label Strata-East zu hören ist. Die Band, die er dafür zusammenstellte, besteht aus den Brüdern Yorán und Yariv Vroom (Schlagzeug / Percussion), Bassist Jeroen Vierdag, Timothy Blanchet am Klavier und Tenorsaxophonist Gideon Tazelaar als zweitem Bläser – alles hervorragende Musiker der niederländischen Jazzszene. Das entstandene Album hätte so in der Tat auch, sagen wir, 1973 auf Strata-East erscheinen können. Wir hören Einflüsse von Coltrane, Sun Ra, Pharoah Sanders, Charles Tolliver, Clifford Jordan und vielen anderen Pionieren der Ära, aber wir hören auch einen so kreativen wie höchst einfühlsamen Komponisten – und grandioses Ensemblespiel. Selbstredend in exzellenten Direktschnitt-Klang…! (2025)






