David Bowie

Station To Station

Label/AN:  Parlophone, 9029599028
Format:  LP 180g

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Rezension

Wie muß dieses Album damals gewirkt haben? Selbst, wer den “Plastic Soul” von “Young Americans” noch akzeptiert hatte, mußte sich diesmal vor den Kopf gestoßen fühlen. Vom Soul war nur noch die Rhythmik übrig, die Atmosphäre war künstlich, kalt, klaustrophobisch, paranoid. Der Sänger, tief beeindruckt von dem, was sich zu jener Zeit im fernen Deutschland tat (Neu!, Kraftwerk), schloß deren Maschinenmusik mit einem pervertierten, körperlosen Funk kurz und inszenierte sich selbst als Thin White Duke. Doch das aus nur sechs Songs bestehende Album (der Titelsong spielt über 10 Minuten) ist dabei von verblüffender Sogwirkung, zeigt den Songwriter Bowie absolut auf der Höhe (u.a. mit “Golden Years” und “TCV15”). Wobei einer der größten (und unheimlichsten Momente) eine Coverversion ist: Ein Treffen mit Nina Simone im Jahre 1975 hatte Bowie stark beeindruckt. Einer seiner Favoriten aus dem Repertoire der großen Sängerin war ihre Version des Johnny Mathis-Songs “Wild As The Wind”; seine eigene Fassung kann es an Intensität fraglos damit aufnehmen… (1976/2017)