Rezension
Die 90er waren ein besonders fruchtbares Jahrzehnt für den genialen Jazz-Violinisten, der seine Karriere einst bei den Prog-Rockern Magma begonnen hatte – Kooperationen, bei denen er mit federführend war, mitgerechnet, nahm er ganze neun Alben in ieder Dekade auf! Dieses hier, aufgenommen im April 1996 in New York und Lockwoods Labeldebüt für Dreyfus Jazz, zählt dabei zu den besonderen Höhepunkten, angesichts der Besetzung kein Wunder: Neben Bassist James Genus, der damals immerhin bereits Stationen bei u.a. Horace Silver, Nat Adderley, Lee Konitz und den Brecker-Brüdern hinter sich hatte, sind da Steve Gadd am Schlagzeug, Joey DeFrancesco an Orgel und Trompete sowie als Gast an Sopran- und Altsaxophon auf den ersten drei der neun Tracks Steve Wilson. Vor allem aber ist es Lockwoods gleichermaßen virtuoses wie inspiriertes Violinspiel, das immer wieder begeistert! – Mit diesem Album beginnt das Culture Factory-Label eine Kooperation mit dem legendären französischen Jazzlabel Dreyfus! Da sind noch einige Schätze und Vinylpremieren zu erwarten; dieses Album paßt in beide Kategorien. Transparent-rotes Vinyl. (1996/2026)






