Rezension
Opus 131 ist, schon allein aufgrund seines Umfangs (sieben Sätze!), das monumentalste unter Beethovens Quartetten. Es ist, könnte man sagen, vom Charakter her ein symphonisches Werk, somit für eine größere Besetzung unbedingt geeignet. Der griechische Dirigent Dimitri Mitropoulos, wenig später ein Mentor des jungen Leonard Bernstein, führte seine eigene Bearbeitung für die volle Streicher-Sektion eines Symphonie-Orchesters im Jahre 1937 in Boston auf, der 19jährige Harvard-Student Bernstein erlebte das Konzert – und war überwältigt, es war ein klassisches Schlüsselerlebnis. 40 Jahre später nahm er Mitropoulos' Fassung selbst auf, mit den vielleicht weltweit besten Streichern, nämlich denen der Wiener Philharmoniker. Am Ende seines Lebens nannte Bernstein diese Aufnahme "my personal favorite record that I’ve ever made in my life". Mehr muß man eigentlich nicht darüber wissen, wiewohl sich noch viel darüber schreiben ließe. Es ist einer der größten Schätze im Katalog der Deutschen Grammophon, und diese Aufnahme nun endlich in solcher Klangqualität erleben zu dürfen, ist (ungeachtet des hohen Preises der Reihe) ein Geschenk… (1979/2026)






