Erich Wolfgang Korngold

Streichquartette 2 & 3

Weitere Interpreten:  Alma Quartet
Label/AN:  Challenge Classics, CC72868
Format:  LP 180g, direct-to-disc

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Rezension

Das zweite, 1933 entstandene Streichquartett war eines der letzten Werke des Österreichers, die in der Heimat uraufgeführt wurden, bevor der Komponist vor den Nazis in die USA floh. Wo er zunächst als Score-Komponist für die Warner-Studios arbeitete, bevor er sich ab Mitte der 40er wieder ausschließlich der absoluten Musik widmete, obwohl er kaum davon leben konnte. Eines der ersten Werke dieser letzten Schaffensphase war das Bruno Walter gewidmete dritte Quartett. Im Konzertsaal, insbesondere hierzulande, waren beide Werke jahrzehntelang kaum zu hören; Korngolds Name war trotz früher Erfolge wie der Oper “Die tote Stadt” noch nicht genügend im Volksbewußtsein verankert gewesen, um nach Ende der braunen Pest zurückzukommen wie, sagen wir, die Musik Felix Mendelssohns. Erst eine junge Musikergeneration nahm sich in letzter Zeit der Korngoldschen Kammermusik an, so auch das 2014 gegründete holländische Alma Quartet, das u.a. durch eine Gesamteinspielung der Quartette von Erwin Schulhoff (leider nur digital) von sich reden gemacht hat. Ein hervorragendes junges Ensemble, das für das Challenge-Label nun mit hörbarem Engagement diese beiden Repertoire-Raritäten (die aufgrund ihres klanglichen und melodischen Reichtums eigentlich größte Popularität verdienten) aufgenommen hat – nicht nur rein analog, sondern im Direktschnittverfahren! Was das Album doppelt zum Schatz macht, denn die Klangqualität ist ebenfalls überragend… (2021)