Rezension
Zeitlos schön und traumhaft gut. Alex Amen ist hierzulande noch ein unbekannter Name, in der aktuellen Laurel Canyon-Szene aber gilt er schon länger als ein neues Großtalent und Fackelträger der Tradition. Stilistisch befinden wir uns in einem Feld, das in etwa von den Eckpfeilern Gram Parsons, Jackson Browne, Arlo Guthrie und Cat Stevens abgesteckt wird, was aber noch nichts aussagt über die Qualität der Songs – und das warme Licht, das jene ausstrahlen. Die Folk- und Country-Wurzeln sind mit Banjo, Fiddle (beides Phil Glenn, sonst mit Damien Jurado zu hören) und Pedal Steel (Tommy de Bourbon, bekannt aus Lana Del Reys Band) repräsentiert, wo es dem Song dient, sind aber auch dezente Streicher oder gar ein Backgroundchor erlaubt. Tatsächlich fällt auf, daß die Arrangements für ein Debüt durchaus aufwendig sind, was zeigt, wie beliebt der Mann innerhalb der Szene ist, denn ohne vermutlich überwiegend unbezahlte Beteiligung von guten Freunden wäre eine traditionell analoge Studio-Produktion dieser Art ohne große Plattenfirma im Rücken kaum möglich gewesen. Eine kleine Cosmic Americana-Sternstunde. (2026)






