Rezension
"The 1979 "Eroica" is a monument, no question about that." So leitete "Gramophone"-Autor Stephen Johnson anno 1996 sein Review zum damaligen CD-Reissue ein, und wie so oft hat das renommierte britische Klassik-Magazin recht. Bis zum heutigen Tage ist es verblüffend, wie Giulini die Spannung aufbaut und hält – bei extrem langsamen Tempi: 58 Minuten dauert seine "Eroica", bei der jedes Detail wie eine Skulptur wirkt und doch alles zu einem Großen Ganzen wird. Man höre sich nur die Akzentuierungen im Kopfsatz an! Langsam, ja, doch unaufhaltsam schreitet diese "Eroica" voran, und sie hat (im zweiten Satz vor allem) nachgerade Mahlerschen Tiefgang. Ein Beethoven-Erlebnis von extremer Intensität. – Endlich in angemessener Form auf Vinyl, nämlich als Doppel-LP mit einem Satz pro Seite, zumindest für die ersten beiden eigentlich kaum anders möglich… (1979/2026)






