Rezension
In der ersten Reissue-Serie von Classic Records fehlte dieses mit Recht als "stereo spectacular" überschriebene Sahnestück merkwürdigerweise; es wurde erst im Jahre 2000 "nachgeschoben". Dabei handelt es sich nicht nur um eine der legendärsten Vorführ-LPs im Living Stereo-Katalog, sondern bis heute um eine Referenzeinspielung des Werkes: Der Elsässer Charles Munch (oder Münch) machte als einer der ganz wenigen Dirigenten nämlich nicht den Fehler, aber auch jeden Takt dieser Symphonie so mächtig wie möglich klingen zu lassen, sondern betonte seine Schlankheit, den – sagen wir's ruhig – "esprit". Mehr Luft war selten in dieser Partitur, höchstens in Munchs eigener 1947er Schallplatten-Ersteinspielung (für Columbia), und dabei ist sie so wichtig für dieses Werk – schließlich stammt es von Saint-Saëns, nicht von Richard Wagner. Wobei die entsprechenden Passagen (das Finale etwa) es keineswegs an der notwendigen Dramatik fehlen lassen, im Gegenteil! – Das Aufnahme-Team Mohr / Layton legte hier eine seiner beeindruckendsten Leistungen hin, insbesondere die Orgel (deren Tieftöne hier bis herunter auf mehr fühl- denn hörbare 32 Hertz gehen!) ist unvergeßlich! – Das Mastering für diese 45 UPM-Edition stammt von Bernie Grundman. (1959/2026)




