Anton Bruckner

Symphonie Nr. 5

Weitere Interpreten:  Gewandhausorchester Leipzig, Dirigent: Franz Konwitschny
Label/AN:  Berlin Classics, 0302859BC
Format:  2 LP 180g

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Rezension

Einer der größten Schätze im Katalog des einstigen DDR-Staatslabels Eterna, heute Berlin Classics: Unter den großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts zählt der 1901 in Fulnek, Mähren, geborene Franz Konwitschny heute zu den unterschätzteren. Dabei verdienen nicht wenige seiner Aufnahmen Referenzstatus, genannt sei nur sein Beethoven-Zyklus – der Gesamtausgabe begegnet man gelegentlich für erschreckend wenig Geld in den Grabbelkisten der Antiquariate (unbedingt mitnehmen!). Mindestens ebenso bedeutend waren und sind seine Bruckner-Interpretationen, allen voran die “Fünfte”: Die elektrische Vibration, die hier von Anfang an präsent ist, ist nur mit Furtwängler vergleichbar (Konwitschnys Dirigierstil war tatsächlich nicht unähnlich, auch er vermied exakte Schläge zugunsten einer für Außenseiter schwer zu deutenden Gestik). Daß er aber sehr genau wußte, was er wollte, und dies “seinen” Leipzigern (er hatte als junger Mann als “Ersatzbratscher” im Gewandhausorchester begonnen und das Orchester von 1949 bis zu seinem Tod 1962 geleitet) auch zu vermitteln in der Lage war, kann man hier sehr eindrucksvoll nachvollziehen. Insbesondere der Adagio-Satz ist immer wieder ein Erlebnis… Die Aufnahme aus Konwitschnys letztem Lebensjahr darf man getrost als ein Vermächtnis betrachten; erfreulicherweise ist sie auch in klanglicher Hinsicht fabelhaft! (1961/2022)