Rezension
1985: Zwischen Synth-Pop und Heavy Metal regte sich das zarte junge Pflänzlein Indie Rock. Was auch in deren Beet nicht vorgesehen war, war eine Platte wie diese: Punk-Spirit mit Roots Music zu kombinieren, das war ziemlich neu und frech. Zumal die Truppe um den Nichtsänger David Lowery keineswegs etwa nur Country und Folk in den Topf gab, sondern auch Tex Mex, Latin, Ska, osteuropäische und arabische Folklore und noch einiges Zeug aus dubiosen nicht etikettierten Gläsern. Das Ergebnis klingt auch heute noch hinreichend seltsam. Zwar ließen sich damals kaum ernsthafte Stückzahlen unters Volk bringen, doch tauchte das Camper Van Beethoven-Debüt tatsächlich in der einen oder anderen Kritiker-Jahresbestenliste auf, und selten bildete sich in so kurzer Zeit ein derartiger Kult um ein Album. Wer es hörte, vergaß Lowerys Namen nicht mehr. – 40th Anniversary-Ausgabe auf grünem Vinyl. (1985/2025)






