Rezension
Seit "Roadsinger" (2009) ist die Stimme des Mannes, der Cat Stevens war, noch einmal hörbar gealtert. Doch die Brüche und Risse stehen den neuen Songs gut. Denn Yusuf Islam zollt hier der Musik Tribut, die ihn ursprünglich inspiriert hatte, Musiker zu werden, und das ist – wie bei den meisten in den 1960ern begonnenen Karrieren – der Blues. Wobei die Auswahl der Fremd-Songs (neben sechs eigenen stehen vier Coverversionen) schon sehr eigenwillig ist: Wirklich naheliegend ist nur Jimmy Reeds "Big Boss Man". Daneben stehen Edgar Winters "Dying To Live", "The Devil Came From Kansas" (Procol Harum) und der Country-Klassiker "You Are My Sunshine". Doch der Sänger, der mit sanftem Folk-Pop berühmt wurde und dessen bisherige Karriere nur wenig Blues-Bezüge verriet, wollte sich wohl ganz bewußt nicht an den großen Genre-Klassikern versuchen. Wobei er generell eine sehr gute Figur mit dem für ihn ungewohnten Repertoire macht! Nur gelegentlich knüpft er, etwa mit "Cat & The Dog Trap", auch an sein Hauptwerk an (was der Balance des Albums nicht abträglich ist). Wer "Teaser And The Firecat" im Ohr hat, wird sich an diesen neuen Cat Stevens erst einmal gewöhnen müssen – aber so schwer fällt das gar nicht. Und "Tell 'Em I'm Gone" ist vielleicht kein spektakuläres Werk, aber mindestens ein erfreulicher (und origineller) Nachtrag zur Diskographie des Sängers. – Limitierte Neupressung auf gelbem Vinyl. (2014/2025)






