Rezension
Schon ihr 2024er Debüt ("Good Intentions", Fresh Sound New Talent) brachte der amerikanischen Saxophonistin begeisterte Kritiken (und den Deutschen Jazzpreis) ein. Auch mit dem Nachfolger beweist sie, daß ihre Mentoren am Herbie Hancock Institute der University of California – Ambrose Akinmusire, Walter Smith III und Hancock selbst – sich nicht in ihr irrten. Hellmuth stellte dafür eine ungewöhnliche Band zusammen, im Kern bestehend aus ihr, Drummer Justin Brown (Thundercat) und gleich zwei fabelhaften Bassisten, Miller Wrenn und Logan Kane. Der Gedanke dazu kam ihr, als Kane bei einem Auftritt für sie und Miller mit einem Solo-Set den Abend eröffnete – und sie so begeistert war, daß sie spontan beschloß, Musik zu schreiben, die beide Bassisten einschloß. Die ist nun auf diesem Album zu hören, oder besser: zu erleben, denn dies ist die Sorte Jazz, die man nicht zurückgelehnt im Sessel zu sich nimmt. Man riecht und schmeckt diese Musik, nimmt sie mit dem ganzen Körper wahr. Und man möchte auf gar keinen Fall auch nur ein Detail verpassen! Trompeter Yakiv Tsvietinskyi (ebenfalls ein Jungtalent, das eine wesentliche Rolle im Jazz der nahen Zukunft zu spielen verspricht!), Pianist Paul Cornish (der unlängst sein Blue Note-Debüt veröffentlichte) und Gitarrist Caleb Buchanan haben spannende Gastauftritte, selbstverständlich kann man Hellmuth selbst nicht nur als innovative Komponistin, sondern auch als eine der führenden Saxophonistinnen der jungen Generation bewundern. Das verspricht eine grandiose Diskographie zu werden! (2026)






