Immanuel Wilkins

The 7th Hand

Label/AN:  Blue Note, 3832750
Format:  2 LP

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Rezension

Mit seinem Debüt “Omega” hatte der da 22jährige Saxophonist eines der bedeutendsten Jazz-Alben des Jahrgangs 2020 hingelegt. Der Nachfolger ist nicht weniger stark, ganz im Gegenteil. Man lasse sich von dem baptistischen Covermotiv nicht abschrecken: Jazz und Spiritualität gehen nicht erst seit gestern Hand in Hand. Ellington schrieb dezidiert geistliche Werke, Coltranes “A Love Supreme” ist eines der wichtigsten Jazzalben überhaupt, von der Deep Jazz-Bewegung der 70er gar nicht zu reden. Jener spürbare Energiefluß, den man gerade von den Alben der damaligen Detroiter Szene kennt, ist auch hier allgegenwärtig, er verbindet die Musiker untereinander, aber auch die Musiker mit dem Hörer. Die Intensität der Musik steigert sich bis zum Schluß – dem über 26minütigen “Lift”, einer freien, geradezu exstatischen Improvisation. Wobei selbst in dieser vollkommen entgrenzten Musik die Zärtlichkeit frappiert, mit der Wilkins sein Instrument behandelt: Selbst in den wildesten Momenten klingt sein Spiel noch verblüffend sanft… (2022)