Rezension
Schon das Solodebüt ("Brothers", 2021) der österreichischen Cellistin (sonst beim radio.string.quartet) wurde mit begeisterten Kritiken quittiert – und sowohl für den Amadeus Austrian Music Award als auch den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. In den fünf Jahren seither erlebte Abraham den Tod ihres Vaters und die fortschreitende MS-Erkrankung ihrer ältesten Schwester. Kaum ein Wunder also, wenn dieses Album noch persönlichere, auch emotionalere Musik enthält als der Vorgänger. Zwischen Verlust und Tragödie suchte die Musikerin nach Schönheit und fand sie in kleinen Nischen, etwa bei langen Spaziergängen im Wienerwald bei Pressbaum, oder beim spontanen Musikmachen mit ihrer kranken Schwester, die zwar nicht mehr Violine spielen kann, aber immerhin summen: Auf dieses Erlebnis bezieht sich das Titelstück, welches dieses intime, aber auch sehr spannende Album mit einem besonders berührenden Moment abschließt. (2026)






