Rezension
Mit "Life's What You Make It" und "Give It Up" war die dritte LP die kommerziell erfolgreichste der Mark Hollis-Band – gleichzeitig eine Platte des Übergangs: Zum größten Teil ist das noch echter New Wave-Pop, wenngleich natürlich mit der beste, den es überhaupt je gab. Einige Songs aber weisen bereits auf Hollis' zukünftige Entrücktheit hin, auf die keinem Genre zuzuordnende Nicht-von-dieser-Welt Musik, wie sie auf den letzten beiden Talk Talk-Alben zu hören sein sollte (auf dem letzten, "The Laughing Stock", schon quasi ohne die Band selbst) und schließlich auf dem gänzlich unirdischen 1997er Soloalbum Hollis', das ohne Nachfolger bleiben mußte, weil nur noch Stille folgen konnte. "April 5th", mit dem die erste Seite ausklingt, ist so ein Song, noch mehr das schlagzeuglose "Chameleon Day". Spätestens mit diesem Album war eigentlich klar, daß dieser Mensch im Pop-Zirkus nichts verloren hatte: sozusagen überqualifiziert. – Die Neuausgabe zum 40. Albumgeburtstag wurde von Matt Colton (Metropolis Studios) im Halfspeed-Verfahren gemastert. (1986/2026)





