Rezension
Bekanntlich kommt die Band (Gründungsjahr 1979) um die Brüder Simon Huw und Justin Jones aus derselben Szene wie The Cure, für die sie in ihrer Frühzeit Konzerte eröffneten. Doch während die einen mehr oder weniger bei ihrem Sound blieben, entwickelten sich AATT ganz anders – der Klangcharakter blieb zwar dunkel, wurde dabei aber immer kammermusikalischer, und heute klingt die Band wie eine Brücke zwischen spätem Nick Cave und Tindersticks. Wobei Simon Huw Erstgenanntem als Zeremonienmeister und Hypnotiseur kaum nachsteht; Justins ultra-clean gespielte, oft wie eine Zymbal klingende Gitarre ist freilich ein Alleinstellungsmerkmal mit hohem Suchtfaktor. Vor allem aber ist dies spürbar eine Band aus der Zeit, als das Album, nicht der einzelne Song das Kunstwerk war: Skippen ist hier nicht vorgesehen, auch dieses (17.) Album will durchgehört werden…! (2026)




