Rezension
Praktisch unmittelbar nach seiner fruchtbaren Zusammenarbeit mit Venus Records nahm der Pianist einige Alben für das Chesky-Label auf. Das erste war eine Hommage an das kompositorische Genie des Antônio Carlos Jobim, eingespielt mit Nat Reeves am Bass und Hazeltines Stamm-Drummer Joe Farnsworth. Was hier fast unmerklich geschieht: Der Groove ist nicht Bossa oder Samba, sondern Swing. Trotzdem klingt Jobims Musik hier so "brasilianisch" leicht und elegant, wie man sie (von Nicht-Brasilianern) nur selten erlebt hat. Ein Kunstgriff, der nur bei einem unfehlbaren Rhythmusgespür aller drei Musiker möglich ist und der dafür sorgt, daß selbst vermeintlich zu Tode gecoverte Klassiker wie "Wave", "One Note Samba" (für den es trotz des Titels keine Ausnahme gibt) oder gar das "Girl From Ipanema" hier wie neu klingen. Ohne falsche Politur oder Neuanstrich, nur mit maximaler Eleganz. Sophistication pur! – Erstmals auf Vinyl. (2007/2026)






