Rezension
Die Zeit, in der Amy Grant Country Pop-Meisterwerke wie "Heart In Motion" (1991) veröffentlichte, schien lange vorüber, seit 2013 erschien nur noch ein Weihnachtsalbum. Doch 2022 gab es einen schweren Einschnitt im Leben der Songwriterin, ein Fahrradunfall mit schwerer Kopfverletzung, die einen teilweisen Gedächtnisverlust und Gleichgewichtsstörungen zur Folge hatte. Mit viel Willenskraft arbeitete sich die heute 65jährige zurück ins Leben, auf das sie nun einen anderen Blick hatte. Davon zeugt auch dieses Album. Die Erkenntnis, wie zerbrechlich die eigene Existenz ist und wichtig andere Menschen werden können (etwa Grants Ehemann Vince Gill), sie prägt diese neuen Songs. Grant beschränkt diese Erkenntnis nicht nur aufs Private; das Album ist auch eine humanistische Mahnung an die gespaltene (nicht nur) amerikanische Gesellschaft. Und es enthält die stärksten Amy Grant-Songs seit langer Zeit. (2026)






