Rezension
Es sind beinahe Big Thief mit vertauschten Rollen: Adrienne Lenker singt Background-Vocals (neben u.a. Jolie Holland und Staci Foster), James Krivchenia produzierte. Schlagzeug spielt der BT-Drummer allerdings nur auf dem Quasi-Titelsong "Heart In The Mirror", ansonsten nimmt den Platz zumeist Jesse Quebbeman-Turley ein, und der ist so etwas wie der heimliche Star auf Meeks viertem Soloalbum. Denn sein stoisch-trockenes Drumming verleiht (in Verbindung mit Krivchenias präziser Klangästhetik) Meeks scheinbar naiv-verspielten Americana-Songs eine eigentümliche Krautrock-Färbung. Das sollte sich eigentlich beißen, funktioniert aber ganz erstaunlich gut – und der Effekt nutzt sich auch auf Albumlänge nicht etwa ab, sondern zieht einen immer mehr ins Geschehen. Um nicht zu verpassen, daß Meek nicht nur ein hochbegabter Songwriter, sondern auch ein sehr bemerkenswerter Gitarrist ist, muß man gut zuhören; nicht immer wird man durch ein kurzes, aber höchst prägnantes und originelles Solo wie in "Demon" darauf gestoßen. Wieder einmal: Außergewöhnlich! Aber Stangenware wird es von Mitgliedern dieser Band sicherlich niemals geben… (2026)




