Rezension
Man könnte ja meinen, das sei schon fast zu viel der hohen Kunst: Das Setting im Amsterdamer Rijksmuseum, die kleine Bühne vor Rembrandts "Nachtwache" aufgebaut. Als Partner nur Dominik Miller an der zweiten akustischen Gitarre. Und das Instrument, das Sting selbst spielt, stammt vom Hofe Ludwig XIV. Doch wer befürchtet, das sei ein wenig zu dick aufgetragen: Es ist nicht der Fall. Denn die Versionen von zwölf Songs aus dem Solo- wie dem Police-Repertoire (angefangen mit einem zutiefst berührenden "Message In A Bottle") sind vermutlich das Schönste, was es von Gordon Sumner auf Platte gibt. Und die Stimme des inzwischen 74jährigen war niemals besser. Ja, ist Kunst. Kein Rock'n'Roll. Aber zu viel? Nein. Diesmal nicht. (2026)






