Rezension
Die langsam anschwellenden Streicher in "The Whole Horizon": Eigentlich ein bekannter Trick, aber selten funktioniert er so gut – daß er nämlich selbst dann für Gänsehaut sorgt, wenn man ihn durchschaut. Solche Momente gibt es etliche auf Heather Novas 13. Studio-Album. Selbst glühende Fans werden zugeben müssen, daß nicht alle Alben der Songwriterin das große Versprechen des Frühwerks eingehalten haben, aber zuletzt gelangen ihr wieder zunehmend substantielle Werke, und dieses stellt den bisherigen Gipfel dieser Serie dar: Man verfällt der 59jährigen schon nach den ersten Takten des einleitenden Titelsongs, in dem Nova berührend von den Details eines frühen Morgens singt, wie nur sie es kann. Vielleicht ihr schönstes Album seit "The Siren", gefüllt mit diesen wunderbar sanften Songs, die lange, lange nachhallen. (2026)





