Rezension
1965 begannen die Chess-Brüder mit einer Compilation-Reihe, um den Hunger eines jungen weißen Publikums nach dem "echten Stoff" zu befriedigen: The Real Folk Blues. Der erste Teil (Originalnummer LP-1501) mußte natürlich Muddy Waters gewidmet sein, schließlich war der Mann der Hauptgrund gewesen, warum Leonard und Phil Chess sich 1947 in das Chicagoer Label Aristocrat Records eingekauft und dieses schließlich übernommen hatten. Das Album enthält Aufnahmen der Jahre 1949 bis 1954 (die frühesten, akustischen mit Bassist Ernest "Big" Crawford waren noch auf Aristocrat erschienen), man begegnet darauf u.a. auch Willie Dixon, Otis Spann, Sunnyland Slim, Jimmy Rogers, Little Walter und Junior Wells. Eröffnen konnte das Album natürlich nur "Mannish Boy", dessen erstes Gitarrenlick einem immer noch Schauer über den Rücken jagt. As real as it gets. – Matthew Lutthans masterte diese Neuausgabe von den Originalbändern. (1965/2026)






