Rezension
Das vierte Album in Chess' "The Real Folk Blues"-Reihe ist erstaunlicherweise keine Compilation früherer Singles, sondern ein veritables Studioalbum, aufgenommen im Mai 1966 überwiegend in Quintett-Besetzung (u.a. mit Eddie Burns an der zweiten Gitarre und Lafayette Leake an Klavier oder Orgel). Mit Ausnahme einer "In The Mood"-Version findet man daher auch kaum die bekannten Klassiker, was freilich eher ein Vorteil ist, denn die hat man ja schon auf den frühen Zusammenstellungen. Schon das eröffnende "Let's Go Out Tonight" ist grandios – und entspricht mit seinen über sieben Minuten eher der Live-Rarität als die mediumbedingt auf maximal die Hälfte festgelegten 7"-Tracks. Ein Höhepunkt auch "I Put My Trust In You"! Das Beste allerdings kommt zum Schluß: Die Ballade "The Waterfront" singt Hooker zu absolut minimalistischer eigener Begleitung, ohne Band. Einer der intensivsten Gänsehaut-Momente seiner ganzen langen Diskographie. – HQ-Ausgabe, gemastert von Matthew Lutthans. (1966/2026)






