Rezension
Wenn man (zum Beispiel) für sieben Shows hintereinander den Tokyo Dom ausverkauft (das war vorher nur Michael Jackson gelungen), kann man auch mal zehn Jahre zwischen Studioalben verstreichen lassen. Für den Rekord-Live-Performer Bruno Mars sind Platten reiner Freizeit-Luxus, er braucht sie nicht. Dafür hört man diesem somit erst viertem Album in seiner gut 20jährigen (2010 dann explodierten) Karriere aber auch an, daß es ihm Spaß gemacht hat. Der Hawaiianer klaut sich darauf herrlich durch Motown-Soul und Disco, schiebt dabei aber immer wieder hibbelige Latin-Grooves unter: Die Mischung als infektiös zu bezeichnen, ist reines Understatement. Und eine der besten Smooth-Soul-Stimmen seit mindestens der Jahrtausendwende hat er ja sowieso nun mal. (2026)





