Rezension
Auf diesem im Mai 1960 aufgenommenen Riverside-Album bleibt der Ausnahmemusiker erstaunlich eng an den Bop-Wurzeln und verzichtet fast vollständig auf seine hier bereits gut bekannten World Music-Experimente. Die "drei Gesichter" beziehen sich auf die von ihm verwendeten Instrumente: Tenorsaxophon und Flöte zu jeweils drei Tracks, auf zwei weiteren kommt die von Lateef so geliebte und im Jazz sonst praktisch nicht vorkommende Oboe zum Einsatz. Besonders eindrücklich in "Salt Water Blues", wo sie auf Ron Carters gestrichenes Cello trifft. Ein weiteres Highlight dieses durchaus nicht verzichtbaren Albums: Das von Joe Zawinul für den hier an der Flöte zu hörenden Multiinstrumentalisten verfaßte "Lateef Minor 7th"! Neben Carter (der hier ausschließlich Cello spielt!) besteht das Quintett aus Hugh Lawson (Klavier und Celesta), Bassist Herman Wright und Drummer Lex Humphries. – Neuausgabe mit zwei Bonustracks. (1960/2025)






