Rezension
Rodney Crowells stellare Trilogie aus "Houston Kid" (2001), "Fate's Right Hand" (2003) und "The Outsider" (2005) ist eigentlich ein Vierteiler, denn 2006 ging Crowell mit derselben Kernband aus den Gitarristen Steuart Smith und Jedd Hughes, Bassist Michael Rhodes und Drummer Shannon Forrest direkt wieder ins Studio. Diesmal war auch noch Heartbreakers-Pianist Benmont Tench dabei, dazu natürlich auch wieder ein paar exzellente Gastmusiker wie John Jorgenson (Mandoline) oder Tammy Rogers (Fiddle). Das Ergebnis war keineswegs schlechter als die drei Vorgänger, aber Crowell fand es zu ähnlich, er wollte eine Änderung im Sound und nahm dann im Folgejahr das von Joe Henry produzierte "Sex And Gasoline" auf, "Then Again" verschwand im Archiv. Bevor es dort womöglich vergessen würde, holte es der heute 75jährige hervor, und "ähnlich" hin oder her, es ist selbstverständlich fabelhaft und sicherlich besser als ein großer Teil sogenannter "lost albums", die in den letzten Jahren erschienen sind. Die wenigsten davon können schließlich mit Gastauftritten von Emmylou Harris, Lera Lynn und Lyle Lovett punkten. Erst recht nicht mit einem von Guy Clark: Crowells alter Freund teilt in "Are You One Of Us?" das Mikrophon mit ihm. (2026, rec. 2006)





