Rezension
Chris Dixon, in dessen Haus J Mascis, Lou Barlow und Murph einst ihr Debüt aufnahmen, hatte diesen bestimmten Verstärker, einen Mesa Boogie MK 1 aus den 70ern. Nachdem Mascis sich vor einiger Zeit besagtes Album noch einmal angehört hatte, fiel ihm vor allem dieser Gitarrensound auf – und er machte sich auf die Suche. Der Amp, über den er nun auf diesem 13. Dinosaur jr.-Album spielt, ist genau dieses Modell – und ja, er klingt phantastisch (man höre etwas Mascis' Solo in "No Friends"!). Und es scheint, als habe der Sound aus der Vintage-Kiste die ganze Band beflügelt, denn dieses Album ist vermutlich das beste seit der Reunion. Was für einen Punch das Trio entwickelt, und was für wunderbare Melodien sich immer wieder aus dem Lärm schälen! Zur Grunge-Hochzeit wäre das Album durch die Decke gegangen. Mascis ist jetzt 60, da darf man wohl allmählich vom Spätwerk sprechen. Es fängt mehr als vielversprechend an! (2026)






