Rezension
Wie sich der das Album eröffnende Titelsong quasi aus dem Nichts erhebt, ist ein besonderer Moment, und er klingt wie nichts anderes in der Diskographie der New Yorker. Gleich der zweite Track ("See Out Loud") wirkt dann wie eine Art Selbstvergewisserung, bevor man sich zu weit im Ozean neuer Möglichkeiten verliert. Im Folgenden gelingt es der Band, diese mit ihren Post Punk-Wurzeln zu versöhnen. Es gibt spannend eingesetzte Elektronik auf diesem Album, Streicher und Bläser und Glockenspiel; es ist das bei weitem vielfältigste Album bislang. Und wenn es unterm Strich dann doch nach Interpol klingt, dann liegt das keineswegs nur an Paul Banks melancholischer Charakterstimme. Sondern an einer starken Band-Identität, die gelernt hat, sich zu öffnen, ohne sich zu verleugnen. Interpol haben noch nie ein schwaches Album aufgenommen, aber dieses hier ist vermutlich das beste seit dem Debüt! (2026)






